PferdewirtprüfungNEWs

 

Pferdewirtprüfung

[ Home | Forum | Lern- CD | Links | Service | Termine | NEWs | Info | Sitemap]

weitersagen!

Ein Fall für das Gewerbeaufsichtsamt?

D.A. Nach einer geheim gehaltenen Befragung von Ausbildern und Auszubildenden arbeiten Pferdewirtauszubildende durchschnittlich 62 Stunden pro Woche und haben nur zwei Tage im Monat frei. Normalerweise muss in diesen Fällen die Zuständige Stelle sowie das staatliche  Gewerbeaufsichtsamt tätig werden, denn es handelt sich hier eindeutig um eine Missachtung der geltenden Gesetze. Das setzt natürlich voraus, dass man um die Missstände weiß. Kein Wunder, dass die Befragung nie veröffentlicht wurde.

MM: Mehr Meister

Die Meisterprüfungen in den Agrarberufen stiegen bundesweit auf 2174. Diese Zunahme um 6,3% ist von der positiven Entwicklung in den westlichen Bundesländern geprägt, in denen die Meisterprüfung traditionell einen relativ hohen Stellenwert einnimmt. 

Quelle: DBV

Was kosten Azubis?

Ausbildung lohnt sich - nicht auf den ersten, aber auf den zweiten Blick: So werden die durchschnittlichen jährlichen Kosten je Azubi laut BiBB auf € 16.435 beziffert. Da aber Auszubildende auch Erträge für den Betrieb erwirtschaften, bleiben lediglich Kosten von € 8.705 übrig. Diese Nettokosten für einen Auszubildenden fallen, je nach Branche, sehr unterschiedlich aus. Am niedrigsten sind sie in der Landwirtschaft (Pferdewirtschaft), da hier die Erträge, die ein Auszubildender erwirtschaftet, sehr hoch sind. Quelle: B&Bagrar

Lizenz zum Rennreiten

§ 248 der RO: Einem Auszubildenden kann auf Antrag des Trainers und dessen Bestätigung über ausreichende Reitfähigkeit nach 12-monatiger Ausbildungszeit, Vorliegen des Ausbildungsvertrages, Bestehen einer Zwischenprüfung, einer Rennordnungs-Kenntnisprüfung und einer Reitfähigkeitsprüfung die Erlaubnis erteilt werden, Rennen zu reiten. Die Reiterlaubnis gilt für das laufende Kalenderjahr. Die Reitfähigkeitsprüfung wird nach Terminabsprache in der Jockeyschule Köln durchgeführt. Quelle: DTJV

Die in der Notaufnahme müssen einen nicht dienstlich kennen lernen!

D.A. Allemal ist es besser, dem Notarzt Reitunterricht zu erteilen und mit der OP- Schwester ein Date zu vereinbaren, als deren Bekanntschaft im OP zu machen.  Reitsport und der Umgang mit dem Pferd ist nicht nun mal nicht ganz ungefährlich. Deshalb bestimmen der Gesetzgeber sowie die Unfallversicherungen, dass ein Arbeitgeber einen wirksamen Schutz vor Arbeitsunfällen bieten muss. Für Pferdewirtauszubildende bedeutet dies:

1. Sicherheitsschuhe, Reithelm nach EN, Sicherheitshandschuhe, eventuell Sicherheitsweste sowie Reithose und Reitstiefel sind vom Arbeitgeber kostenfrei zu stellen.

2. Sicherheitsbekleidung ist immer im Umgang mit dem Pferd zu tragen, so z.B. der Reithelm bei jedem Reiten und Führen des Pferdes, Sicherheitsschuhe sind im Umgang mit dem Pferd zu tragen. Lediglich die kurze Zeitspanne zwischen Vorbereiten und Reiten darf als Ausnahme zu werten sein. Allerdings: Die Fa. Königs bietet ab sofort Reitstiefel mit Stahlkappen an!

Ein guter Ausbilder wird seinen Auszubildenden ein Vorbild sein, ein cleverer Azubi lässt sich nicht lange bitten. 

Zum Schluss noch etwas Nachdenkliches: Der Pferdewirt ist derjenige Beruf mit dem höchsten Sicherheitsrisiko in Deutschland. Pferdewirte verunglücken 33 mal häufiger als Büroangestellte (Faktor 33) und immer noch doppelt so häufig wie Bergleute unter Tage! Das muss Euch zu Denken geben!!!


Unfallzahlen steigen

HANNOVER. Seit die Zahl der Pferde ihren Tiefststand der siebziger Jahre überwunden hat, stieg auch die Zahl der Unfälle mit Pferden. Jährlich registrieren die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften über 4 000 Verletzte bei Unfällen mit Pferden. In der privaten Reitpferdehaltung seien dabei die Zahlen deutlich höher als in der professionellen. Die meisten Unfälle ereignen sich einer Untersuchung der Hannoverschen Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft zufolge im Stall: ein Drittel aller gemeldeten Unfälle. Neuralgische Punkte seien Hof, Reitplatz und Reithalle sowie Wiesen und Weiden.

Der direkte Kontakt zu den Tieren stellt insgesamt eine große Unfallgefahr dar. Die Unfallstatistik zeigt, dass die meisten Verletzungen daraus resultieren, dass das Pferd ein Fluchttier ist und sich in Gefahrensituationen entsprechend verhält. Gerade beim Reiten und Führen würden gravierende Fehler begangen, die zu Unfällen führen. Am häufigsten verletzt würden beim Menschen Finger, Füße und Kopf. Besonders risikoreich ist der Umgang mit Fohlen und Hengsten. Vermeiden lassen sich Unfälle durch umsichtiges Verhalten der Menschen im Umgang mit Pferden und eine sachgerechte, sichere Ausstattung der Stall- und Reiteinrichtungen.

Der Untersuchung zufolge ereignen sich Unfälle mit Pferden zu 4,2 Prozent im "normalen Bewegungsablauf". Das Ausschlagen von Pferden schlägt sich zu 3 Prozent in der Unfallstatistik nieder. Tritte von Pferden wirken sich zu 4,9 Prozent aus, das Stoßen zu 2,3 Prozent. Weitere Gefährdungen entstehen durch das Umrennen (2,8 Prozent), Umreißen (14,3), Beißen (4,5). Mit 5,6 Prozent wirken sich Stürze und das Hinfallen aus; durch Drücken und Quetschen (34,5) entstehen die häufigsten Verletzungen; sonstige Tierbewegungen tragen mit 14,6 Prozent zu Schäden bei. Keine näheren Angaben zum Unfallhergang gab es in 8,9 Prozent der Fälle.
Quelle: Pferdebetrieb Nr. 5/Mai 2000


Grüne“ Berufe haben Zukunft

Mit einer qualifizierten Berufsausbildung beginnt jede aussichtsreiche berufliche Laufbahn.

Produktion und Vermarktung stellen heute hohe und in sich überaus differenzierte Anforderungen an die Beschäftigten des sog. „grünen Bereichs“. Hierzu zählen neben den Landwirten noch zahlreiche weitere Berufsgruppen wie Forstwirt, Revierjäger, Gärtner, Fischwirte, Pferdewirte, Tierwirte, Molkereifachmann, Ländliche Hauswirtschafterinnen und landwirtschaftliche Laborberufe. Trotz relativ geringer Ausbildungszahlen zählen sie zu den Berufen mit guten Vermittlungschancen. Daneben stellen die ausgebauten Fortbildungsmöglichkeiten der sog. "grünen Berufe“ bis hin zum Hochschulstudium ein weiteres Plus dar.

Die Zuständigkeiten für die Ausbildung im Agrarbereich sind zwischen dem Kultusministerium (MK) und dem Landwirtschaftsministerium (ML) aufgeteilt: die schulischen Fragen regelt das MK – bei fachlichen Fragen muss das ML gehört werden. Zuständige Stellen für die Berufsausbildung sind die Landwirtschaftskammer Hannover und Weser-Ems. Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Landwirtschaft

 

Sendung "Markt" (WDR) vom 23. November 1998

Pferdepfleger im Galopp-Rennsport

Janine Jakubek hat ihren Beruf aufgegeben: "Zuviel Arbeit, zuwenig Geld". Die  26jährige war Pferdewirtin im Galopp-Rennsport, angestellt bei einem Kölner Trainings-Betrieb.

Pferdewirte reiten die teuren Renn-Pferde während des morgendlichen Trainings. Sie säubern die Stall-Boxen, schleppen Strohballen. Nach Angaben der Industrie-Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt arbeiten Pferdewirte bis zu 50 Stunden die Woche, auch samstags und sonntags, und bekommen dafür oftmals nicht mehr als 2.400,- Mark brutto.

Bruno Schütz, Ex-Trainer im erfolgreichen Kölner Rennstall Schütz und Vorsitzender des Deutschen Trainer- und Jockey-Verbandes, weist die Vorwürfe zurück. Was Schütz jedoch bestätigt: Für die Beschäftigten der rund 200 Rennställe in Deutschland gibt es keinen Tarifvertrag, der Fragen der Entlohnung und der Arbeitszeit regelt.


Ausbilder - Übermensch?

Es ist eine wichtige Voraussetzung, dass alle Ausbilder ihre Einstellung zur Jugend nochmals überdenken. Es ist nicht erforderlich, dass der Ausbilder ein Übermensch ist. Er muss nur bereit sein, Jugendliche zu verstehen und andere Verhaltensmuster als die eigenen tolerieren. Jugendliche brauchen Ausbilder, die sie fordern und fördern. Wichtig ist Auszubildenden: interessante Tätigkeit (85%), angenehme Zusammenarbeit (79%), Entwicklungsmöglichkeiten (66%), guter Vorgesetzer (48%), leistungsgerechte Bezahlung, gut gestalteter Arbeitsplatz (32%), Gesundheitsschutz (30%), günstige Arbeitszeit (16%), gute Sozialeinrichtigen (14%). (Quelle: b&bagrar Infos: www.upgrade-beratung.de .

Azubis in "Grünen Berufen" 
  1980 1999 2001

2002

2003

2004 2005 2006
Gärtner 16.710 19.422 17.523

16.610

16.719

17.417

17.521

17.750

Landwirte 19.330 8.738 7.867

7.954

8.416

9.196

9.410

9.451

Pferdewirt   1.965 2.046

2.136

2.083

2099

2143

2118

Arbeitslos nach Ausbildung   4,2% 10,1%

9%

       
Erfolgsquote   81,7% 83,7% 84,6% 84,3% 79,7% 79% 77,7%
Frauen   78,4% 79,5% 80,5% 81,7% 81,4% 80,0% 79,8%
Abbrecher Pferdewirte   44% 44,1% 35,3% 38,5% 42,6% 35,3% 35,4%
Abbrecher ges. Landwirtschaft   23,1% 23,6% 23,0% 21,6%

16,3%

21,5% 21.8%
Forstwirt   2.276 1.979

1.959

1.984

1.912

1.911

1.917

Tierwirt   1.344 1.289

1.355

1.422

1.590

1.616

1.716

Winzer 1.300 677 616

595

657

747

815

858

andere     1.244        
Quelle: BMVEL , BiBB, BERUFEnet, iab        Die gesamten Daten 2004 und 2005 und 2006 kann man hier downloaden
Berufsschule, ich komme!

DA. Die planmäßige betriebliche Ausbildung wird durch den Unterricht in der Berufsschule ergänzt. Die im Unterricht vermittelten Kenntnisse sind auch Prüfungsstoff in der Abschlussprüfung. Die Teilnahme am Berufsschulunterricht ist Teil der Berufsausbildung und grundsätzlich Pflicht. Für die Zeit des Besuches der Berufsschule ist der Auszubildende vom Betrieb freizustellen. Die Freistellungspflicht gilt auch für die in der Berufsschule anfallenden Pausen sowie für die Wegezeiten zwischen der Berufsschule und dem Betrieb. Volljährige Auszubildende sind hier nicht ausgenommen. So entschied das Bundesarbeitsgericht am 26.März 2001 - 5 AZR 413/99 Quelle: B&Bagrar


Lösungen

Warum lösten die jungen Leute ihren Ausbildungsvertrag?

Bei 70% lagen die Gründe in der betrieblichen Sphäre: Hier dominierten Konflikte mit Ausbildern/innen oder Betriebsinhabern/innen (60%); 

für 43% lag der Grund in einer schlechten Vermittlung von Ausbildungsinhalten, 

31% nannten ungünstige Arbeitszeiten und 

26% ausbildungsfremde Tätigkeiten als Grund für ihren Ausbildungsabbruch

46% gaben persönliche Gründe an, die sie zum Ausstieg aus der Ausbildung bewogen hatten (Gesundheit, familiäre Veränderungen)

Für jede(n) Dritte(n) stand der Abbruch in engem Zusammenhang mit der Berufswahl und der beruflichen Orientierung: Von ihnen gab jeder zweite an, dass der Einstiegsberuf nicht dem Wunschberuf entsprochen hätte; 42% hatten sich den gewählten Beruf anders vorgestellt, als er sich in der Ausbildungsrealität zeigte. Berufliche Perspektiven oder Einkommenserwartungen spielten dagegen eine eher untergeordnete Rolle.

Wann lösten die jungen Leute ihren Ausbildungsvertrag?

Der weit überwiegende Teil der Vertragslösungen (rund 60%) vollzog sich im ersten Ausbildungsjahr, davon zur Hälfte (29%) bereits in der Probezeit
Im zweiten Ausbildungsjahr verließen noch rund 25% ihren Ausbildungsbetrieb
Im letzten Ausbildungsjahr - also in der Regel kurz vor der Prüfung - brachen 10% ihre Ausbildung ab. Vor allem diese jungen Männer und Frauen hatten in ihrem weiteren Berufsweg erhebliche Probleme. Jede(r) zweite von ihnen bezeichnete sich als arbeitslos oder verblieb in einer nicht näher bestimmten Tätigkeit

Quelle und weitere Informationen zu den Ergebnissen der Befragung erteilt im BIBB Klaus Schöngen, Tel. 0228/107-2027, E-Mail: schoengen@bibb.de


Bachelor, Master & Co

Die angloamerikanischen Universitätsabschlüsse Bachelor und Master setzen sich in Deutschland immer mehr durch. Bis 2010 werden wohl alle Abschlüsse an Deutschen Universitäten und Hochschulen so heißen. Das sind die Neuen:

Bachelor- Studium: Bei einer Regelstudienzeit von sechs bis acht Semestern vermittelt das Studium anwendungsorientiertes Basiswissen und wissenschaftliche Grundlagen des Studienfaches. Der Abschluss trägt je nach Fachrichtung den Zusatz "Bachelor of Arts (B.A.) oder "Bachelor of Science" (B.Sc.). Der Titel Bachelor ist gesetzlich geschützt. Missbrauch strafbar.

Master- Studium: Baut auf dem Bachelor- Studium auf und dauert zwischen zwei und vier Semestern. Es bietet fachliche Spezialisierung und Vertiefung in wissenschaftlicher Methodik. Der Master- Abschluss ist Voraussetzung für die Promotion. Der Titel Master ist gesetzlich geschützt. Missbrauch strafbar.

Alle offiziellen Bachelor- und Masterstudiengänge müssen staatlich zertifiziert sein. 

Mehr Infos unter www.agrarwissenschaften.de

Sonderzulassungen

DA. Sonderzulassungen nach § 45.2 BBiG sollen erheblich verschärft werden, es kann nicht angehen, dass manche Prüflinge mal eben neben ihrer angeblichen Berufstätigkeit ein Studium abgeschlossen haben. Das ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Auszubildenden, der drei Jahre hart schuften musste, um den Titel Pferdewirt führen zu dürfen. Und andere bekommen den Titel einfach hinterher geschmissen!  In Zweifelsfällen werden zukünftig die Prüfungskommissionen die Entscheidung fällen.

Extrawurst

DA. Fest steht, dass die Pferdewirtprüfungen im Schwerpunkt Zucht und Haltung in den jeweiligen Bundesländern viel zu unterschiedlich durchgeführt werden, schließlich gibt es nur eine Verordnung zum Beruf Pferdewirt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, deshalb haben die Zuständigen Stellen eine Arbeitsgruppe gebildet, mit dem Ziel, die Abschlussprüfungen zu vereinheitlichen.


Scheiß Schule?

DA. Die Zuständigen Stellen weisen noch einmal auf die Bedeutung der Berufsschulen in der Berufsausbildung hin. So hat die Landwirtschaftskammer Hannover kein Verständnis dafür, dass einige Betriebe ihre Auszubildenden von der Berufsschule fernhalten. Die Landwirtschaftskammer sieht in diesem Verhalten einen Imageverlust für den gesamten Berufsstand.


Durchgefallen? Abgebrochen?

Im Beruf Pferdewirt fallen ca. 20% der Auszubildenden durch ihre Abschlussprüfung, in allen anderen Ausbildungsberufen ist diese Zahl geringer und liegt bei ca. 15%. Gravierend ist die Zahl der Ausbildungsabbrecher: 50%! D.h.: Jeder zweite Azubi bricht die Ausbildung ab, damit ist diese Zahl doppelt so hoch als in allen anderen Berufen, so z.B. auch Landwirten, Forstwirten, Gärtnern, Tierwirten usw.. Wer hätte das gedacht: 80% der Azubis sind weiblich, in anderen Berufen nur 43%.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die durchschnittliche Auszubildende hat einen Realschulabschluss, bricht zu 50% die Ausbildung ab, das Risiko durchzufallen ist dann noch 20% und die fertige Auszubildenden ist dann zu 10% nach ihrer Ausbildung arbeitslos. Quelle: Arbeitsamt

Spruch des Tages:

"Engagement in Europa [z.B. Auslandspraktika] ist also nicht "nice to have", sondern langfristig unverzichtbar für die Zukunftsfähigkeit unserer beruflichen Bildung." sagt Klaus Fahle vom Bundesinstitut für Berufsbildung

Neues Webportal weist jungen Leuten Weg durch den Förderschungel:

Lernen in Europa

Schneller ans Ziel mit www.wege-ins-ausland.de . So heißt ein neues Portal im Internet, das ab sofort Schülern und Schülerinnen, jungen Arbeitern und Arbeitnehmerinnen, Studierenden, Auszubildenden und anderen jungen Leuten schnell und gezielt über die vielfältigen Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes informiert. Internationale Austausch- und Begegnungsprojekte und Qualifizierung, Jobs und Praktika im Ausland, Studium oder Freiwilligendienst - alle wichtigen Informationen der fünf Partner von www.wege-ins-ausland.de finden junge Leute ab sofort unter der neuen Homepage. Quelle: bildung für europa; Weitere Infos hier

Meckernde Chefs verdienen weniger!

Die Stimmung ist im Keller. Keiner der Mitarbeiter hat wirklich Lust, länger als nötig im Stall zu bleiben. Bloß weg! Schuld an dieser schlechten Stimmung sind oft auch die Chefs, so die Beratungsfirma Kienbaum. Chefs müssen die Gabe haben, Mitarbeiter mitzureißen, zu begeistern. Gerade hier, so die Beratungsgesellschaft Kienbaum, herrscht ein erstaunlicher Mangel bei den Chefs. Dabei kann man es auf den Punkt bringen: Gutes Klima = höhere Gewinne. Unternehmen, so eine Studie von Hewitt Associates, mit hochmotivierten und engagierten Angestellten erzielen nachweisbar bessere Gewinne als Betriebe, bei denen die Stimmung im Keller ist und der Chef nur rummeckert.

Übrigens: Im Beruf Pferdewirt werden 50% der Ausbildungsstellen wieder gelöst. Begründung: Stress mit dem Chef. Quelle: WK

AA Angemessene Ausbildungsvergütung

Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) vom 25.07.02 (AZ AZR 311/00) hat ein Auszubildender nach § 10.1 (1)  Berufsbildungsgesetz (BBiG) Anspruch auf eine angemessene Vergütung. Vertraglich vereinbarte Ausbildungsvergütungen sind dann nicht mehr angemessen, wenn sie einschlägigen tariflichen Ausbildungsvergütungen um mehr als 20% unterschreiten. Liegt die Ausbildungsvergütung in einem Ausbildungsvertrag unterhalb dieser vom BAG festgelegten Grenze, hat der Auszubildende Anspruch auf volle tarifliche Ausbildungsvergütung.

Quelle: IG BAU

aid informiert über Beruf Pferdewirt/in:

(aid) - Wer sich für einen Beruf interessiert, der mit Pferden zu tun hat, kann sich im aid-Heft "Pferdewirtin und Pferdewirt: die Berufsausbildung" informieren.
aid-Heft "Pferdewirtin und Pferdewirt: die Berufsausbildung"
Bestell-Nr. 61-1178, ISBN 3-8308-0172-6, Preis 1,50 EUR zzgl. Porto und Verpackung gegen Rechnung, (Rabatte ab 10 Heften)
aid-Vertrieb DVG, Birkenmaarstraße 8, 53340 Meckenheim,
Tel.: 02225 926146, Fax: 02225 926118
Österreich: ÖAV, Achauerstr. 49a, A-2335 Leopoldsdorf
E-Mail: Bestellung@aid.de, Internet: www.aid-medienshop.de

Berufsbildung in der Landwirtschaft: aid- Heft und Poster informieren

(aid) - Die Situation der landwirtschaftlichen Betriebe ist in den vergangenen Jahren nicht einfacher geworden. Umso wichtiger ist es für die in der Landwirtschaft Verbleibenden, eine solide Berufsausbildung zu durchlaufen, wenn sie im internationalen Wettbewerb bestehen wollen. Das aid-Heft "Berufsbildung in der Landwirtschaft" informiert über die vielfältigen Aufgabenbereiche von Landwirten und die verschiedenen Bildungswege, die hier möglich sind. Welche Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung ein Landwirt nach seiner Berufsabschlussprüfung hat, zeigt das aid-Poster "Bildungswege in der Landwirtschaft". Das Poster ist besonders für Lehrkräfte geeignet, die im Unterricht die Themen "Berufswahl" und "berufliche Weiterentwicklung" behandeln.


aid-Heft "Berufsbildung in der Landwirtschaft", 36 Seiten
Bestell-Nr. 61-1189, ISBN 3-8308-0344-3, Preis: 2,00 EUR zzgl. Porto und Verpackung gegen Rechnung (Rabatte ab 10 Heften)

aid-Poster "Bildungswege in der Landwirtschaft",
Bestell-Nr. 61-3411, ISBN 3-8308-0350-8, Preis:4,50 EUR zzgl. Porto und Verpackung gegen Rechnung (Rabatte ab 10 Exemplaren)

aid-Vertrieb DVG, Birkenmaarstraße 8, 53340 Meckenheim,
Tel.: 02225 926146, Fax: 02225 926118
Österreich: ÖAV, Achauerstr. 49a, A-2335 Leopoldsdorf.


E-Mail: Bestellung@aid.de, Internet: www.aid-medienshop.de

Quelle: aid

Verbotene Substanzen in Nahrungsergänzungsmitteln: Internationale Studie der deutschen Sporthochschule Köln

(aid) - Nahrungsergänzungsmittel, die im Hochleistungssport eingesetzt werden können mit unzulässigen Prohormonen (Hormonvorstufen) verunreinigt sein. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung der Deutschen Sporthochschule Köln unter Leitung von Professor Wilhelm Schänzer und Dr. Hans Geyer. Von Oktober 2000 bis November 2001 wurden nicht-hormonelle Nahrungsergänzungsmittel in 13 Ländern eingekauft. Sie stammen von 215 verschiedenen Firmen und wurden hauptsächlich in Fachgeschäften für Sportnahrung erworben. Von den 634 analysierten Produkten wiesen 94 (14,8 %) positive Befunde für verbotene anabol- androgene Steroide (sog. Prohormone) auf, die nicht auf der Packung deklariert waren. Dr. Hans Geyer geht davon aus, dass die Steroide überwiegend als Verunreinigung, möglicherweise über schlecht gereinigt Abfüllanlagen in die Erzeugnisse gekommen sind. „Mit großer Wahrscheinlichkeit sind keine physiologischen Effekte durch diese Mengen zu erwarten“, so Geyer. Ausscheidungsversuche mit den steroidhaltigen Erzeugnissen führten jedoch zu positiven Dopingbefunden. Auch seien bei einer langfristigen Einnahme Gesundheitsrisiken für Frauen und Kinder nicht auszuschließen. Geyer empfiehlt bei der Auswahl von Nahrungsergänzungsmitteln darauf zu achten, dass die Hersteller Qualitätskontrollen auf verbotene anabole Steroide durchführen oder Garantieerklärungen vorlegen, dass ihre Produkte bei Transport und Produktion nicht mit Prohormonen verunreinigt wurden. Eine entsprechende Datenbank mit Firmennamen findet sich auf den Internetseiten des Olympiastützpunktes Köln – Bonn – Leverkusen in der Rubrik „Nahrungsergänzungsmittel“.
Quelle: aid, Gesa Maschkowski
Weitere Informationen unter: www.osp-koeln.de, www.doping-info.de

Pferdestudiengang NL und A und GB

(d.a.) Neuerdings (September 2004) bietet in den Niederlanden die Barneveld University ein bilinguales (englisch/niederländisch) Pferdestudium mit dem Schwerpunkt Management an. Das vierjährige (Meister wahrscheinlich nur dreijährige) Studium schließt mit einem Bachelor- Examen ab und ist somit international anerkannt. Die Universität ist staatlich und es sind nur die in den Niederlanden üblichen Studiengebühren zu bezahlen. Europäer haben natürlich Zugang zu dieser Uni. 

Barneveld liegt genau in der Mitte der Niederlande, kurz vor Amsterdam und ist von Deutschland aus gut zu erreichen.  Informationen gibt es hier: Ing. R.J. Holwerda

Auch in Wien wird ein sechssemestriges Pferdestudium angeboten, das mit einem Bachelor- Examen abschließt. Infos findet man unter http://www.pferdewissenschaften.at/. Der Studienbetrieb ist derzeit bereits aufgenommen worden. Auch Wien ist eine öffentliche Hochschule und verlangt keine besonders hohen Studiengebühren, wie viele Hochschulen in Großbritannien. Wer an Insiderwissen einer Studentin interessiert ist, wendet sich an mondanita@lycos.de

Auf der grünen Insel gibt es das Writtle College in der Nähe von Newmarket. Die bieten Pferdestudiengänge mit Master- und Bachelor- Abschlüssen. Das Studium muss privat finanziert werden. Kontakt: pcw@writtle.ac.uk

Pensionspferdehaltung: Die Wirtschaftsbedingungen gründlich prüfen

(aid) - Aktivitäten "Rund ums Pferd" erbringen in Deutschland jährliche Umsätze bis zu 5 Milliarden Euro; dies entspricht in etwa den Umsatzerlösen für Schweinefleisch. Dass die Landwirtschaft zum Teil aber nur wenig von dieser Wirtschaftskraft profitiert, zeigten vom Sächsischen Amt für Landwirtschaft in Leipzig und vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft in Zwickau für Sachsen durchgeführte Untersuchungen. Zehn pferdehaltende Betriebe wurden eingehend analysiert. Die Auslastung der Stallplätze mit Pensionspferden lag in den Betrieben bei 51%. Die untersuchten Unternehmen betrieben Pensionspferdehaltung, Pferdezucht und Pferdeverleih bei einem mehr oder weniger ausgeprägten Marktfruchtanbau (0 - 65 ha LF Ackerland). Haupteinnahmequelle waren mit 67% das Pensionsgeld, gefolgt von etwa 12% aus Zuchttierverkauf, Pferde- und Kutschwagenverleih. Die Direktkosten, die etwa 34% der Gesamtkosten betrugen, wurden dominiert durch die Futterkosten (67%). Auf Bestandsergänzungen, Tierarzt und Medikamente entfielen jeweils etwa 10%; Gebäude- und sonstige Kosten beliefen sich auf 27 bzw. 24% und Arbeitserledigungen auf 15% der Gesamtkosten. Im Mittel der zehn untersuchten Betriebe wurde ein Verlust von etwa 141 EUR je Stallplatz und Jahr realisiert, unter Berücksichtigung der Fremdlöhne rund 3 EUR je Stallplatz und Jahr. Dabei waren es Unternehmen mit sehr schlechten Ergebnissen, die den Mittelwert drückten. Das beste Betriebsergebnis lag unter Beachtung der Fremdlöhne dagegen bei jährlich etwa 127 EUR Gewinn je Stallplatz. Aus diesem Wert errechnet sich bei 81 Arbeitskraftstunden(Akh) pro Stallplatz und Jahr eine Arbeitsentlohnung von 2,07 EUR je AKh. Dieser Wert lag deutlich unter denen für Mutterkuh- bzw. Schafhaltung (3,58 bzw. 6,67 EUR je AKh) in Sachsen. Die besten Betriebe der Auswertungsgruppe erreichten 7,02 EUR je Akh. Infolge hoher Investitionen leiden zahlreiche sächsische Betriebe, für die die Pferdehaltung die Haupteinkommensquelle darstellt, unter geringer Rentabilität und hohem Kapitaldienst.
Quelle: aid, Dr. Sigrid Baars

Mehr Pferdestudiengang NL

(D.A.) Die Hogeschool Larenstein (NL) bietet ein Pferdemanagementstudiengang mit Bachelorabschluss an. Voraussetzung ist Fachhochschulreife. Bei entsprechender Vorbildung kann im Einzelfall direkt das Hauptstudium begonnen werden. Das Studium kostet, wie überall in NL, 1450 EUR/Jahr. Die Uni Larenstein arbeitet mit dem Writtle College (GB) zusammen. Weitere informative Infos: Allgemeininfos www.larenstein.nl (Ansprechpartnerin Ingrid de Vries), Fragen zur Bewerbung b.beisiegel@larenstein.nl (Bas Beisiegel), Fragen zur Anerkennung von Vorleistungen L.P.Meyer@larenstein.nl (Luit Meyer),  Informationen zum Studium in NL www.studieren-in-holland.de 

Pferde und Therapie
Medizinisch-therapeutische Berufe vereinen beides


(aid) - Was nehmen Sie wahr? Was spüren Sie? Das sind die Hauptfragen, die in Medizinisch-therapeutischen Berufen mit Pferden gestellt werden und an die sich lange Gespräche anknüpfen können. Aus diesen Fragen ergeben sich Ansätze zur Problemlösung und Bewältigung von Krankheiten. Pferde spielen in therapeutischen Behandlungsmaßnahmen für Menschen mit seelischen, geistigen oder körperlichen Erkrankungen eine zunehmend große Rolle. Denn es ist erwiesen, dass Tiere dem Menschen einen ganz besondern Zugang zu ihrer Gefühlswelt ermöglichen. Seit etwa 30 Jahren kommen Pferde in der
Therapie zum Einsatz. Mittlerweile gibt es drei Berufsfelder, die dem therapeutischen Reiten zugeordnet werden, die Hippotherapie, die Reittherapie und das Heilpädagogische Reiten und Voltigieren. Wie sich diese Richtungen unterscheiden und welche Voraussetzungen notwendig sind, um in diesen Berufsfeldern zu arbeiten, stellt Wipke C. Hartje in einem Fachbeitrag der aid-Zeitschrift B&B agrar, Ausgabe Oktober 2003, vor.

Weitere Informationen bei: Dr. Bärbel Brettschneider, b.brettschneider@aid-mail.de oder Britta Ziegler b.ziegler@aid-mail.de

Ausschlussfristen für Ansprüche aus Ausbildungsverhältnissen
(IG BAU) Ansprüche aus einem Ausbildungsverhältnis verfallen, wenn sie nicht innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses gegenüber dem Ausbildungsbetrieb schriftlich erhoben werden. 

Sachverhalt: Der im Jahre 1981 geborene Kläger war vom 28.11.1998 bis zum 15.09.2001 als Auszubildender im Ausbildungsberuf Maurer tätig. Auf das Ausbildungsverhältnis findet der allgemeinverbindliche Tarifvertrag über die Berufsbildung im Baugewerbe vom 29.01.1987 in der Fassung vom 19.04.2000 Anwendung.
Der Kläger verfolgte Ansprüche auf Zahlung von Verpflegungszuschuss und Vergütung für Fahrtzeiten in Höhe von mehr als € 8.000. Die erste Geltendmachung erfolgte am 15.01.2001. Gründe: Das Arbeitsgericht München sah die Klage als nicht begründet an. Die geltend gemachten Ansprüche seien gemäß § 16 Ziff. 1 BBTV sämtlich verfallen. Das Ausbildungsverhältnis endete am 15.09.2001, so dass Ansprüche aus diesem Ausbildungsverhältnis bis spätestens zum 15.12.2001 gegenüber dem Ausbildungsbetrieb hätten schriftlich geltend gemacht werden müssen. Nicht richtig wäre hingegen die Auffassung, dass die Ausschlussfrist frühestens am 15.10.2001 zu laufen beginne, da zu diesem Zeitpunkt regelmäßig die Lohnabrechnung vorläge. Gegen die Auffassung spricht der eindeutige Wortlaut des § 16 Ziff. 1 BBTV. Es wird daher gebeten, den Wortlaut des § 16 BBTV unbedingt zu beachten.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Stiftung Begabtenförderung schreibt Stipendien aus

(auch für die Teilnehmer des Bundesberufswettbewerbs)

Mit attraktiven Stipendien fördert die Stiftung für Begabtenförderung der Deutschen Landwirtschaft junge, begabte Berufstätige, die im Agrarbereich beschäftigt sind und sich fortbilden möchten. Gefördert wird die Teilnahme an Lehrgängen und Praktika oder die Durchführung von Projekten. Wer im Agrarbereich berufstätig ist, das Höchstalter von 30 Jahren nicht überschritten hat sowie den Abschluss einer Berufsausbildung, Meisterprüfung oder eines agrarischen Hoch- oder Fachhochschulabschlusses mindestens mit der Gesamtnote "GUT" abgeschlossen hat, kann sich um ein Stipendium bewerben. Auch Teilnehmer am Bundesentscheid eines Berufswettbewerbes oder junge Ehrenamtliche können durch die Stiftung gefördert werden. Weitere Infos: www.stiftung-begabtenfoerderung-agrar.de

Stiftung für Begabtenförderung der Deutschen Landwirtschaft, In der Wehrhecke 1c, 53125 Bonn, T 0228.92657 20 (vormittags)

************************************************************
Begabtenförderung im Agrarbereich
Stiftung unterstützt junge Berufstätige
************************************************************
(aid) - Am 30. April 2006 endet die erste Antragsfrist für junge Berufstätige, die dieses Jahr eine Förderung der "Stiftung für Begabtenförderung der deutschen Landwirtschaft" erhalten möchten. Die Stiftung unterstützt Personen aus dem Agrarbereich oder dem unmittelbar vor- und nachgelagerten Bereich, die sich weiterbilden möchten. Der Antragsteller darf nicht älter als 30 Jahre (35 Jahre in begründeten Ausnahmefällen) sein. Außerdem muss er bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Abschluss einer Berufsausbildung, Meisterprüfung oder Fachschule im Agrarbereich mindestens mit der Gesamtnote "gut", Teilnahme an einem Bundesentscheid eines Berufswettbewerbs oder eine ehrenamtliche Tätigkeit in einer landwirtschaftlichen berufsständischen Organisation in führender Funktion. Gefördert wird die Teilnahme an einer berufsbezogenen anerkannten Weiterbildungsmaßnahme im agrarpolitischen, gesellschaftlichen oder unternehmerischen Bereich. Dazu gehören Lehrgänge, Praktika und Projekte. Die gesamte Weiterbildungsmaßnahme muss innerhalb von 24 Monaten abgeschlossen sein. Der Antrag auf Förderung muss vor Beginn der Weiterbildungsmaßnahme gestellt werden. Antragsschluss ist jeweils der 30. April und der 30. September. Informationen über die genauen Förderbedingungen und Zuschussmöglichkeiten sowie und Antragsformulare gibt es bei der Stiftung für Begabtenförderung, In der Wehrhecke 1c, 53123 Bonn.
aid, Maike Wilimzig

E-Mail: info@stiftung-begabtenfoerderung-agrar.de Internet: www.stiftung-begabtenfoerderung-agrar.de

************************************************************

Probleme in Hamburg

(D.A.) Nach Berichten der Landwirtschaftskammer Hamburg steigt die Abbrecherquote von Pferdewirtazubis im Bereich Hamburg immer höher! Gleichzeitig beobachtet der Ausbildungsberater dort immer schlechtere Prüfungsergebnisse und befürchtet sogar, dass in Hamburg eines Tages kein Pferdewirtazubi die Abschlussprüfung mehr bestehen wird. Die Gründe für dieses Desaster können  wohl nicht alleine bei den Azubis gesucht werden! www.pferdewirtpruefung.de fragt sich nun, was die Zuständige Stelle zu tun gedenkt, um diese unmögliche Situation zu verändern?

Infoveranstaltungen der Bundesvereinigung der Berufsreiter

(D.A.) In den letzten Jahren haben bei den Infoveranstaltungen in ganz Deutschland 1095 Interessenten vorgeritten. 23 % wurde zur Ausbildung im Schwerpunkt Reiten zugeraten, 32 % wurde empfohlen, eine Ausbildung im Schwerpunkt Z&H zu beginnen, 45 % der Interessenten riet man ab, sich um einen Ausbildungsplatz im Schwerpunkt Reiten zu bewerben.

Besamungsbeauftragte/r

(D.A.) Die Tiergesundheitsdienste der Landwirtschaftskammer Niedersachsen führen auf  der EU-Pferdebesamungsstation Amselhof Walle folgende Ausbildungslehrgänge 
durch.

1. Besamungsbeauftragte / Besamungsbeauftragter
der Tierart Pferd mit  staatlich anerkannter Prüfung
Lehrgangsdauer: 4 Wochen  (Zulassungsvoraussetzungen: abgeschlossene landw.
Berufsausbildung oder Studium,  6 Monate Praktikum in Besamungsstation oder
mehrjährige  Berufserfahrung)
Lehrgangsziel: Erlernen aller notwendigen Fertigkeiten zum  selbständigen
Führen einer Pferdebesamungsstation.

Lehrgangstermin: Jedes Jahr im November (Bei Bedarf zusätzlich im 
Januar/Februar)

2. Eigenbestandsbesamerin / Eigenbestandsbesamer der Tierart Pferd 
Anerkannte Veranstaltung nach § 8 Abs. 1 des Niedersächsischen  Bildungsurlaubsgesetzes
(Az.: 1213 - 7010 lfd. Nr.: 2001 -  0007).
Lehrgangsdauer: 1 Woche
Lehrgangsziel: Erlernen der notwendigen  Fertigkeiten zum Besamen eigener
Stuten. Vermittlung von Kenntnissen im Bereich  der Pferdefruchtbarkeit.

Lehrgangstermine:
November / Dezember, Januar / Februar
Genaue Termine  auf Anfrage Anmeldungen und Anfragen an:

Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Fb Tiergesundheit,  Dr. Heilkenbrinker
Mars-la-Tour-Str. 1-13, 26121 Oldenburg
Tel.: 0441- 801-640,  Fax: 0441-801-666
Mail: TGD@LWK-Niedersachsen.de 


Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Geschäftsbereich Landwirtschaft
Fachbereich Tiergesundheit
Mars-la-Tour-Str. 1
26121 Oldenburg
Tel. 0441-801-641
Fax: 0441-801-666

GESETZ ZUR VERBESSERTEN BEKÄMPFUNG VON SCHWARZARBEIT

Schwarzarbeit verursacht in Deutschland jährlich Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe. Sie wird künftig wesentlich schärfer geahndet. Mit dem Gesetz soll vor allem die gewerbliche Schwarzarbeit bekämpft werden. Dies betrifft illegale Beschäftigung am Bau, in der Gastronomie, im Taxi- und Mietwagengewerbe, bei Reinigungsdiensten und Paketdiensten sowie in Spielhallen und auch in der Pferdewirtschaft.

Die Gewerkschaft IG BAU hat für diese kriminelle Schwarzarbeit eine gebührenfreie Hotline eingerichtet:

Meldestelle Lohndumping und illegale Beschäftigung T 0800 4422802 (gebührenfrei)

Bei Nachbarschaftshilfe sowie Beschäftigung privater Putzfrauen gelten dagegen lockerere Regelungen. Gelegenheitsjobs, "die nicht nachhaltig auf Gewinn gerichtet sind", sind keine Schwarzarbeit. (Quelle: aol und igbau)

Was sollte ein Pferdewirt nach seiner Prüfung verdienen?

(D.A) Um diese Frage zu klären, muss man sich zunächst einmal um den sog. Ecklohn kümmern. Dieser ist folgendermaßen definiert:

"Der im Tarifvertrag für einen über 21 Jahre alten Facharbeiter der untersten Tarifgruppe festgesetzte Normallohn. Er bildet damit die Grundlage für die Berechnung der Grundlöhne für die anderen Lohngruppen. Der Ecklohn ist bei Tarifverhandlungen jeweils ein Verhandlungsgegenstand."

Im bisher einzigen Tarifvertrag für Pferdewirte (Brandenburg) ist festgelegt worden, dass der Ecklohn für einen ausgelernten Pferdewirt im 1. Berufsjahr- Jahr gilt.

So ist der Ecklohn dort 8,50 EUR/h ab dem 1. Jahr nach der Prüfung, 8,93 EUR/h ab dem 2. Jahr nach der Prüfung und 9,78 EUR/h ab dem 5. Jahr nach der Prüfung.

Für alle Pferdewirte kann man deshalb sagen, dass man von einer angemessenen Entlohnung nur dann sprechen kann, wenn nach der Prüfung ein Stundenlohn von 8,00 EUR - 9,00 EUR/h/brutto gezahlt wird. Für nicht gelernte Pferdewirte ist ein Mindestlohn von ca. 7 -8 EUR/h/brutto als Mindestlohn anzusetzen. Wird weniger bezahlt, ist das m.E. nicht mehr anständig!

Übrigens: In vielen Bereichen gilt eine Unterschreitung des Ecklohnes um mehr als 1/3 als sittenwidrig!

Noch etwas zum Nachdenken: Bei einem Stundenlohn von 7,50 EUR brutto wird die Rente im Alter bei knapp 600 EUR im Monat liegen. 

Mehr Infos übrigens zu all diesen Fragen beantwortet auch die IG BAU

Aktuell: Im November 2006 stellt die Arbeitnehmerkammer Bremen fest, dass ein allein lebender Mitarbeiter 1295 EUR brutto verdienen muss, um menschenwürdig und eigenständig leben zu können. Verdient ein Mitarbeiter weniger als 1295 EUR brutto, ist kein Auskommen mit dem Einkommen möglich.

Armut trotz Arbeit? 

Immer mehr Pferdewirte erhalten Niedriglöhne, obwohl sie eine Vollzeitbeschäftigung ausüben. Diese Situation führt oft in die Einkommensarmut oder aber in die illegale Schwarzarbeit. 

Gibt es einen gerechten Lohn?

Wirtschaftsforschungsinstitute sehen eine Bezahlung unter 10012,00 EUR netto ( entspr. ca. 1442,00 EURO brutto) im Monat für eine qualifizierte Vollzeitarbeit als nicht mehr angemessen an und sprechen von Einkommensarmut eines Mitarbeiters. Übrigens: Wer weniger als 985 EUR netto ( entsp. ca. 1360,00 EUR brutto) verdient, der ist so arm, dass selbst der Gerichtsvollzieher Mitleid hat und nicht mehr pfänden würde.

Überfällig ist eine gesellschaftliche Diskussion darüber, was eigentlich Existenz sichernde Arbeitseinkommen sind, was der Mensch in einer Vollzeitstelle mindestens verdienen soll. Arbeit darf nicht arm machen. Nötig ist nicht etwa eine Verschärfung des Lohnabstandsgebots, sondern Armutsbekämpfung bzw. -vermeidung.

Mehr Infos hier

Studie: Längere Arbeitszeit belastet Sozialsysteme

ARBEITSSCHUTZ  Experten warnen vor steigenden Unfallzahlen und Folgekosten

BREMEN/OLDENBURG/LO - Längere Arbeitszeiten führen zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, zu verstärktem Stress und zu Ermüdungserscheinungen – das hat Professor Dr. Friedhelm Nachreiner, Arbeitswissenschaftler an der Universität Oldenburg, in einer Untersuchung im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin festgestellt. Als Konsequenz steige das Unfallrisiko nach sieben bis acht Stunden Arbeit extrem an, sagte Nachreiner gestern bei der Vorstellung der Untersuchung in Bremen.

Nachreiner, der zurzeit an einer Studie über Lenkzeiten von LKW- und Busfahrern arbeitet, hält das Argument der „steigenden Produktivität“ für Augenwischerei. Je länger die Beschäftigung dauere, desto ineffizienter werde die Arbeit. Untersuchungen in der EU belegten zudem, dass mit der Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit auch die gesundheitlichen Probleme stiegen.

Längere Ausfallzeiten, berufliche Rehabilitation oder auch Frühverrentung führten zu einer wachsenden Belastung der Sozialsysteme, warnte der Wissenschaftler. In der Konsequenz würden – mit einiger Verzögerung – die Lohnnebenkosten steigen. Nachreiner kommt zu dem Schluss, dass in besonders stressigen Berufen eher eine kürzere Arbeitszeit empfehlenswert ist.

Längere Arbeitszeiten rechneten sich weder betriebs- noch volkswirtschaftlich, davon ist auch die Leiterin der Bremer Außenstelle der Bundesanstalt, Angelika Pensky, überzeugt. Zudem hielten die Behauptungen, Deutschland sei „Weltmeister in Sachen Arbeits- und Urlaubszeit“, einem internationalen Vergleich nicht stand. „Wir bewegen uns durchaus in der Mitte. Aber die Arbeitsverdichtung ist in Deutschland überdurchschnittlich“, sagte Pensky.

Diesen Artikel liefert Ihnen NWZ-online.de.


Ausbildung in der Landwirtschaft: Ausbilder müssen ihr Rollenverständnis überprüfen

(aid) - Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen. Auszubildende in den landwirtschaftlichen Berufen haben bereits ihre ersten Erfahrungen auf den Betrieben gesammelt. Noch gibt es sogar freie Ausbildungsstellen, anders als in anderen Berufen ist hier das Angebot größer als die Nachfrage. Was einen jungen Menschen erwartet, wenn er eine Ausbildung auf einem landwirtschaftlichen Betrieb beginnt, beschreibt ein Azubi in der Serie "Reif für den Hof" in der aid-Fachzeitschrift "B & B Agrar - Die Zeitschrift für Bildung und Beratung". In den grünen Berufen spielt die Leittextmethode eine große Rolle. Leittexte fördern die Handlungskompetenz von Auszubildenden, die im selbständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren zum Ausdruck kommt. Was sich für den Ausbilder ändert, wenn Auszubildende mehr Selbständigkeit erlangen, und welches Rollenverständnis Ausbilder entwickeln müssen, um selbst gesteuertes Lernen erst zu ermöglichen, ist ein weiteres Thema in der August-Ausgabe von "B&B Agrar".
aid, Renate Kessen

Probeexemplare von B&B Agrar können Sie anfordern bei
b.ziegler@aid-mail.de

Mehr Informationen:
http://www.bub-agrar.de

 

Studium ohne Abi:
Staatlicher Abschluss nötig!

Interessenten ohne Abitur können nur dann eine Hochschule besuchen, wenn ihre berufliche Ausbildung staatlich anerkannt ist. So entschied jetzt das OVG Lüneburg (AZ 2 ME 1171/04). Die Richter entschieden, dass eine Tierarzthelferin mit einer Zusatzqualifikation als Tierphysiotherapeutin nicht Tiermedizin studieren kann. Zwar gibt es in Niedersachen die so genannte erweiterte Hochschulzugangsberechtigung, sagt das Gericht, Voraussetzung sei aber eine staatlich anerkannte Erst- oder Weiterbildung (staatlich geprüfter Techniker, staatlich geprüfter Betriebswirt, Meisterprüfung). Nur die staatliche Anerkennung gewähre, so das Gericht, einen entsprechenden Qualitätsstandard, der für die erfolgreiche Aufnahme eines Studiums erforderlich sei. (Quelle: Weser-Kurier)

Konflikte in der Berufsausbildung

(aid) Die häufigsten Ausbildungskonflikte sind nach Meinung von "Ausbildung - Bleib dran":

Unpünktliche Lohnzahlungen

Unpünktlichkeit der Azubis

Unzuverlässigkeit der Azubis

Überstunden

Ausbildungsfremde Tätigkeiten

Schlechter Umgangston im Betrieb

Schulische Probleme

Fehlzeiten in der Schule

Drogenprobleme

Beziehungsstress mit Eltern/Partner

(Quelle: B&B Agrar 5/04)

Oh, oh: 22 Prozent der Jugendlichen verstehen einfachste Texte nicht!
Unwahrscheinlich hoch ist der Anteil so genannter Risikoschüler. Mehr als 22 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland können auch laut der neuen PISA- Studie einfachste Texte nicht lesen und verstehen. Selbst am Ende ihrer Pflichtschulzeit, mit Beginn der Berufsausbildung, können sie allenfalls auf Grundschulniveau rechnen. In keiner anderen großen Industrienation ist die Zahl der schlechten Schüler so hoch wie in Deutschland. Das zeigte auch schon der ersten PISA- Test .
Große Leistungsunterschiede
Auch der neue PISA- Test zeigt: In keinem anderen vergleichbaren Industriestaat klaffen zugleich so große Leistungsunterschiede zwischen guten und schlechten Schulen, wie in Deutschland. Kinder reicher Eltern sind deutlich besser als Kinder aus ärmeren Familien.
Bildungspolitische Debatte
Die Veröffentlichung des ersten PISA- Schultestes im Dezember 2001 hatte eine breite bildungspolitische Debatte ausgelöst. Die Kultusminister verständigten sich auf mehr frühkindliches Lernen schon im Kindergarten. Der Bund unterstützt die Länder beim Aufbau von Ganztagsschulen bis 2007 mit vier Milliarden Euro. Für den Unterricht wurden neue Bildungsstandards entwickelt, die für alle Bundesländer gleichermaßen gelten sollen. Eine Diskussion über die Schulstruktur lehnten die Kultusminister bisher ab. Als einziger Staat der Welt trennt Deutschland schon zehnjährige Kinder in verschiedene Schulformen. Quelle: (pf/dpa)

Giftpflanzen!?

Alles über Giftpflanzen für Pferde findet man unter www.giftpflanzen-fuer-pferde.de .


 

Fünfstellige Nachforderungen drohen:

Freiberuflich tätige Reitlehrer sind rentenversicherungspflichtig!

(D.A.) Selbständig tätige Reitlehrer, die mehr als 400 EUR Bruttoeinkünfte im Monat erzielen, sind gemäß § 2 SGB IV grundsätzlich rentenversicherungspflichtig (nicht kranken-, arbeitslosen- und pflegeversicherungspflichtig). Diese freiberuflichen Reitlehrer müssen sich selber mit der BfA (Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) in Verbindung setzen, sich anmelden und den Beitragssatz klären.

Freiberuflicher Reitlehrer ist man immer, wenn man nicht weisungsgebunden arbeitet. Für Studenten gelten Sonderregelungen. Alle infrage kommenden Reitlehrer sollten ihre Situation dringend mit der BfA beraten und eine eventuelle Beitragspflicht besprechen. Anderenfalls drohen später im Einzelfall fünfstellige Nachforderungen, die der sicher Ruin eines selbständigen Reitlehrers sein dürfte.


Die goldenen Zeiten sind endgültig vorbei:

Arbeitsmarktsituation 2006 im Bereich der Pferdewirtschaft:

Es wird auch in diesem Jahr nicht besser: Die wirtschaftliche Situation prägt jetzt immer deutlicher die Pferdewirtschaft. Auch im Pferdebereich setzt sich "Geiz ist geil" durch. Sponsoren ziehen sich zurück, sogar große Gestüte reduzieren oder schließen. Dramatisch ist die Situation bei den Trabern (Insolvenz des Hauptverbandes) sowie besorgniserregend bei den Rennreitern. Neben der wirtschaftlichen Situation verschlechtern die überall angebotenen Sportwetten das wirtschaftliche Ergebnis der rennvereine drastisch!  Der negative Trend des Vorjahres setzt sich fort: Es gibt deutlich mehr Bewerber als Offene Stellen.

Das Verhältnis offene Stellen zu Bewerbern hat sich in den letzten Jahren umgedreht: 1118 Bewerbern stehen nur noch 879 Offene Stellen zur Verfügung. Vor zwei Jahren sah das noch ganz anders aus: 1200 Bewerber hatten die Wahl unter 1860 freien Stellen.

Besonders rückläufig sind die Stellenangebote bei den ungelernten Pferdepflegern (ca. 50 % Rückgang gegenüber den Vorjahren), den Pferdewirten im Schwerpunkt Reiten (40 % gegenüber den Vorjahren) und bei Reitlehrern (40 % Rückgang gegenüber den Vorjahren). Einzig der Pferdewirt im Schwerpunkt Zucht und Haltung hat nur einen Stellenrückgang von 10% zu verzeichnen.

Fazit:

Ungelernte Pferdepfleger werden zuerst entlassen. Dieser Trend war in den vergangenen Jahren auch bei vielen anderen Berufen zu beobachten und zeigt sich  jetzt auch deutlich in der Pferdewirtschaft. Ungelernte Arbeitskräfte sind die ersten Opfer von "Geiz ist geil!".
Einseitig qualifizierte Reiter und Reitlehrer werden von den Pferdebetrieben immer öfter eingespart
Pferdewirte im Bereich Zucht & Haltung, die auch reiten (A- Niveau) und die reiterliche Basis unterrichten können, haben derzeit die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Pferdewirte Zucht & Haltung kann nur dringend geraten werden, ihre reiterliche Ausbildung nicht zu vernachlässigen und nach Möglichkeit den Trainer C in der Ausbildung anzustreben.

Die aktuellen Zahlen sind da!

Arbeitsmarkt der Pferdeberufe: Geiz ist geil!

 

Offenen Stellen und Bewerbern um eine Stelle in der Pferdewirtschaft (Trend)

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Arbeit Verden, Fachvermittlung für Berufe des Reit- und Fahrwesens und der Zucht

Download der Arbeitsamtstatistik

Ausbildung verringert das Risiko der Arbeitslosigkeit!

Das Risiko, arbeitslos zu werden, steigt deutlich für Arbeitnehmer, die keine Berufsausbildung haben. Anders ausgedrückt: Die Pferdepfleger fliegen zuerst raus! 

 (Quelle: Henning Reh, Mannheim Research Company)


Profitipps: Praktika in Großbritannien

Praktika in Großbritannien (England und Wales) sind eine gute Möglichkeit, mehr über den Umgang mit dem Pferd und dem Training einer Fremdsprache zu erlernen. Grundsätzlich besteht für jeden Bundesbürger die Möglichkeit, in GB in einem Showing-Yard (Schauwettbewerbe), Polo-Yard, Hunting-Yard, Riding-School, Dressage-Yard, Show-Juming-Yard oder Cross-Country-Yard zu arbeiten und sich dort fortzubilden. Die Stellungen sind normalerweise mit Familienanschluss oder Wohngelegenheit sowie einem Taschengeld von 50 - 150 Pfund/Woche. Stellenangebote sucht man am besten in der bekannten Fachzeitschrift Horse & Hound  sowie bei privaten Arbeitsagenturen. Über alle weiteren Fragen informieren die Arbeitsämter in Deutschland und Großbritannien:

Employment Service, Overseas Placing Unit, 123, West Street , Sheffield ,S1 4ER

sowie der

Fachvermittlung für Pferdeberufe in Verden, die auf nahezu alle Stellen in GB zugreifen können.

Ganz wichtig auch noch die Infos der Britischen Botschaft zum Arbeiten in GB: Info der Botschaft

Durchgefallen! Was nun?

(D.A.) Auch wenn es sich kein Azubi wünscht, muss jeder mit der Möglichkeit des Durchfallens rechnen. Schließlich vermasseln 30 - 40 % der Pferdewirtazubis oftmals ihre Prüfung. Darauf muss sich jeder Azubi einstellen und sich Gedanken machen, was ist, wenn...

Üblicherweise ist die Abschlussprüfung kurz vor dem Ende der Ausbildungszeit, so wie im Vertrag festgelegt. Azubis, die ihre Prüfung nicht schaffen, haben ein Recht, bis zur nächsten (oder übernächsten) Wiederholungsprüfung, längstens ein Jahr weiterhin im Ausbildungsbetrieb zu bleiben. Das muss der Azubi aber beim Ausbilder beantragen. Eine automatische Verlängerung gibt es nicht! Naht aber das Ende der Ausbildungszeit, muss ein Azubi unverzüglich mitteilen, ob er verlängern möchte oder nicht. Zögert man die Entscheidung zu lange heraus, muss der Ausbildungsbetrieb den Azubi nicht weiterbeschäftigen. Jetzt hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass eine einmonatige Bedenkzeit nach dem Ende der Ausbildungszeit eindeutig zu lang ist und somit das Recht zur Verlängerung verwirkt ist (Bundesarbeitsgericht 6 AZR 519/03). Das Gericht sieht zwar, dass Azubis nach dem Schock der misslungenen Prüfung eine gewisse Bedenkzeit benötigen, vier Wochen sind dafür aber eindeutig zu lang!

Fazit: Bereits vor der Prüfung sollte man sich überlegen, was man im Falle des Scheiterns der Prüfung zu tun gedenkt und dann seine Entscheidung rasch nach der Prüfung dem Ausbilder mitteilen. Nähere Details findet man auch im Berufsbildungsgesetz

 


Dieses Thema brennt unter den Nägeln der Pferdewirte:

Ausbildungsabbruch!

3 Kardinal- Fehler zum Berufsstart

 

In der Juni 2005- Ausgabe von B&Bagrar stehen die wichtigsten Fehler, die Ihr beim Start in das Berufsleben machen könnt:

1. Nie einen Beruf wählen, weil er zu erben ist! ("Mein Opa hat schon den Betrieb geleitet...")

2. Nie einen Beruf erlernen, weil er gerade vor der Haustür liegt ("Dann kann ich ja bei Mama weiter wohnen und mich verwöhnen lassen...")

3. Nie einen Beruf wählen, weil einem nichts besseres einfällt ("Dann lerne ich halt diesen Beruf...")

alle Zahlen in %

Berufsabbrecher und Durchfaller im Beruf Pferdewirt 2006 (%)

So darf es nicht weiter gehen! Wo sind die Zuständigen Stellen? Wer hilft den Azubis?

(D.A.) Da geht etwas nicht mit rechten Dingen zu! 70 -80% aller Azubis in Rheinland- Pfalz brechen ihre Ausbildung vorzeitig ab. Sie haben schlicht weg und einfach die Nase voll: 60stündige Arbeitswochen, maßlose Chefs, nur zwei Tage im Monat frei und dann auch noch das Verbot die Berufsschule zu besuchen, dass hält kaum jemand drei Jahre lang aus! Und was tut die Zuständige Stelle? Deren gesetzlicher Auftrag ist eigentlich die Überwachung der Berufsausbildung. Da scheint in Rheinland- Pfalz wohl eine Menge schief gelaufen zu sein, anders lassen sich die Zahlen nicht erklären! Aber auch in anderen Bundesländern kapitulieren immer noch mindestens 40- 50% der Azubis vor den Arbeitsbedingungen und dem menschlichen Umgang im Ausbildungsbetrieb. Auch hier haben die Zuständigen Stellen noch jede Menge Arbeit vor sich! Einzig Thüringen,  Sachsen, Brandenburg und das Saarland stehen mit ca. 20% im moderaten Bereich, denn selbstverständlich weiß jeder Pferdemann/frau, dass beim Pferdewirt die Schere zwischen Traum und Wirklichkeit besonders hoch ist. Interessant ist auch die Beobachtung, dass fast alle östlichen Bundesländer besonders niedrige Abbrecherzahlen zu verzeichnen haben. Dieses ist sicher mit der knappen Ausbildungsplatzsituation zu erklären. Wer einen Ausbildungsplatz erst einmal sicher hat, wird ihm so schnell wieder hergeben. Interessant auch der Vergleich zwischen den Abbrechern und den Durchfallern. Die Minderheit, die sich bis zur Prüfung durchgebissen hat oder aber einen fairen Ausbildungsbetrieb gefunden hat, schafft dann selbstverständlich auch die Prüfung. Wer die Zahlen nicht glauben will, der klicke auf den nebenstehenden Statistik- Link: (Statistik: Quelle BMVEL, Mai 2005 + Mai 2006 Allen Kritikern zum Nachdenken: Auch in 2003 waren die Ergebnisse ähnlich! 

P.S. Die Werte für Bremen müssen wohl als Zufallswerte angesehen werden, zwei neue Azubis hauten in den Sack. Das entsprach 100%.

Übrigens: Bundesweit brechen ca. 20% aller Azubis in Deutschland ihre Ausbildung ab, von denen werden 40% nicht wieder eine Berufsausbildung beginnen und 20% arbeitslos.. 

Ohne Regeln geht es nicht!

Bessere Betreuung durch Ausbildungsberater hilft Ausbildungsabbrüche zu vermeiden:

In den Betrieben der IHK-Region Ulm (Alb-Donau-Kreis, Landkreis Biberach, Stadt Ulm) brechen weniger Auszubildende ihre Ausbildung ab als in den anderen Regionen Baden-Württembergs. Mit einer Abbruchsquote von 14,7 % weist die Region Ulm zusammen mit Heilbronn (14,6 %) die niedrigste Quote im Land auf (Landesdurchschnitt knapp 20 %). Die IHK Ulm führt dieses gute Abschneiden darauf zurück, dass sie seit Oktober 2000 eine sozialpädagogische Beratung mit Konfliktmoderation für Auszubildende und Ausbilder anbietet. Für diese Aufgabe hat sie die Diplom-Pädagogin Martina Doleghs eingestellt. Das Arbeitsamt unterstützt die Finanzierung dieser Stelle.
Quelle: http://www.sowi-online.de/reader/berufsorientierung/hecker.htm

IHK-Akademie: RIVA für Ausbildungsabbrecher: Die IHK–Akademie Oberfranken unterstützt Jugendliche, deren Ausbildung vom Abbruch bedroht ist. Aber auch die, die bereits ihren Ausbildungsplatz verloren haben, erhalten Beratung und Unterstützung. (RIVA = Reintegration von Ausbildungsabbrechern). Neben der Ermittlung der Ursachen der Probleme wird auch ein individuelles Coaching angeboten. Bei Lücken und Schwierigkeiten in der Berufsschule kann eine Nachbereitung des Unterrichtsstoffes durch unsere Fachdozenten stattfinden. Das Projekt RIVA ist für alle Interessenten kostenfrei, da es durch den Europäischen Sozialfonds und die bayerische Staatsregierung gefördert wird. Ansprechpartner Bayreuth, Pegnitz, Kulmbach, Wunsiedel, Marktredwitz: Bernhard Pfeiffer, Telefon: 0921 - 886-510, Ansprechpartnerin Hof, Kronach, Lichtenfels, Coburg (Land): Andrea Wild, Telefon: 09261 - 602826.

"Die Quote der Ausbildungsabbrecher liegt bei 25 Prozent und ist immer noch sehr hoch. Häufig ist es so, dass diese Menschen später keine zweite Chance bekommen. Kritisches lässt sich sicherlich auch über die Qualität der Ausbildung sagen. Kreatives Denken und Handeln, soziale Kompetenz, Team- und Kommunikationsfähigkeit kommen in der Ausbildung häufig zu kurz. Lernen lernen – eine Grundvoraussetzung in der Wissensgesellschaft – wird leider noch etwas vernachlässigt." Ekin Deligöz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

"Regionale Ausbildungsbetreuung verringert die Anzahl der endgültigen Ausbildungsabbrüche, re-integriert Ausbildungsabbrecher in das berufliche Bildungssystem und fördert vor Ort verbindliche Formen der notwendigen Zusammenarbeit mit Sozial- und Arbeitsverwaltung sowie mit den (Zuständigen Stellen)" (Quelle: Reiner Herzog, Regionale Ausbildungsbetreuung Schleswig- Holstein)

Fazit:

Eine intensive, persönliche Begleitung von Ausbildern und Auszubildenden durch die Zuständigen Stellen, die hierzu ein Netzwerk mit anderen Fachleuten aufbauen können, muss ausgedehnt werden. Von allen Beteiligten, vor allen Dingen Zuständige Stellen und  Schulen, muss die Konfliktfähigkeit und Konfliktlösung bei Ausbildern und Auszubildenden verbessern, denn die meisten Azubis (60%) bricht die Ausbildung nach ungelösten Konflikten ab, die im Beruf Pferdewirt oft in den Arbeitsbedingungen liegen.


Meinungen zum Problem Ausbildungsabbrüche:


"Meist sind es betriebliche Gründe, warum Jugendliche ihre Ausbildung abbrechen. 60 Prozent der Befragten gaben an, dass Konflikte mit ihren Chefs der Grund für die Kündigung war. "Bei einer besseren Betreuung wären viele Vertragslösungen zu vermeiden gewesen", sagt BIBB-Experte Schöngen. Weitere Anlässe für einen Vertragsabbruch sind die schlechte Vermittlung von Ausbildungsinhalten (43 Prozent), ungünstige Arbeitszeiten (31 Prozent) und ausbildungsfremde Tätigkeiten (26 Prozent)." (Quelle BiBB, Bundesinstitut für Berufsbildung)


"Welches die hauptsächlichen Ursachen für den Abbruch der Ausbildung waren und ob es hier signifikante Entwicklungen gibt.

Ein wesentliches Ziel der genannten Befragung des BIBB war es, Gründe für die Vertragslösung zu ermitteln. Diese sind zumeist vielschichtig und nur selten auf einen einzelnen Anlass zurückzuführen. Daher waren in der BIBB-Befragung Mehrfachantworten möglich.  

Als Hauptgründe für die vorzeitige Lösung von Ausbildungsverträgen wurden nach dieser Studie genannt:

Betriebliche Gründe:

Mit 70 % werden betriebliche Gründe am häufigsten als Grund für die Lösung eines Ausbildungsvertrags angeführt. Dazu zählten:

• Konflikte mit Ausbildern, Meister, Chef (60 %);

• Mangelnde Vermittlung der Ausbildungsinhalte (43 %);

• Ungünstige Überstunden-/Urlaubsregelungen (31 %);

• Ausbildungsfremde Tätigkeiten (26 %);

• Konflikte mit Facharbeitern, Gesellen (23 %);

• Überforderung (20 %);

• Unterforderung (19 %);

• Schwere körperliche Arbeit (14 %);

• Sonstige betriebliche Gründe (34 %).

(Quelle Landtag Baden-Württemberg)